Deutscher FernsehKrimipreis für „Das Verschwinden“ und „Tatort: Stau“
Miniserie „Das Verschwinden“ gewinnt Deutschen Fernsehkrimipreis 2018 Bild: ARD Degeto/23/5 Filmproduktion/R

ARD Degeto und Bayerischer Rundfunk freuen sich über die Auszeichnung beim Deutschen FernsehKrimi-Festival Wiesbaden. Den Sonderpreis erhält Hans-Christian Schmid für seine Gesamtleistung bei der Serie – Regie, Buch und Produktion.

Zum Inhalt:
In Forstenau, einer Kleinstadt nahe der tschechischen Grenze, verschwindet die zwanzigjährige Janine Grabowski (Elisa Schlott). Während vieles darauf hindeutet, dass sie klammheimlich der Provinz den Rücken kehren wollte, ist ihre Mutter Michelle (Julia Jentsch) überzeugt, dass Janine etwas zugestoßen sein muss. Die Vermisstenanzeige verschwindet allerdings schnell in den Akten der Polizei. Niemand mag an ein Verbrechen glauben, nicht hier. So ist Michelle gezwungen, sich auf eigene Faust auf die Suche zu machen. Je mehr sie über ihre Tochter und deren Umfeld in Erfahrung bringt, desto stärker stellt sich ihr die Frage, wie sehr ihr eigenes Verhalten in der Vergangenheit dazu beigetragen hat, ein Netz aus Lügen und Geheimnissen zu spinnen, in dem Janine nicht das einzige Opfer bleibt.

In der Jury-Begründung heißt es: „Die Miniserie ‚Das Verschwinden‘ besticht durch ihren atmosphärisch dichten Gesamteindruck, der sich in der herausragenden schauspielerischen Qualität des Ensembles ebenso zeigt wie in den präzisen Milieu- und Figurenbeschreibungen des Drehbuches oder der stimmigen Ausstattung. Hans-Christian Schmid hat eine eindrückliche Filmerzählung geschaffen, die als Ganzes ebenso in Erinnerung bleibt wie in vielen Details.“

Die vierteilige Mini-Serie „Das Verschwinden“ wurde ab 22. Oktober 2017 im Ersten ausgestrahlt und ist eine Koproduktion mit ARD Degeto, BR, NDR, SWR und Mia Film. Produziert wurde die Serie von der 23/5 Filmproduktion.
Regie: Hans-Christian Schmid
Drehbuch: Bernd Lange, Hans-Christian Schmid
Darsteller: Julia Jentsch, Johanna Ingelfinger, Saskia Rosendahl, Elisa Schlott, Mehmet Atesci, Nina Kunzendorf, Sebastian Blomberg, Caroline Ebner, Michael A. Grimm, Teresa Harder, Vedat Erincin, Isabella Bartdorff, Godehard Giese, Stephan Zinner, Martin Feifel, Golo Euler, Judith Engel u. a.
Redaktion: Sascha Schwingel, Claudia Grässel (ARD Degeto), Bettina Ricklefs, Claudia Simionescu (BR), Christian Granderath, Sabine Holtgreve (NDR), Kerstin Freels (SWR)
Produktion: 23/5 Filmproduktion (Produzenten: Britta Knöller und Hans-Christian Schmid) in Koproduktion mit ARD Degeto, BR, NDR, SWR und Mia Film (Ko-Produzenten: Michal Pokorný, Zbynek Pippal)
ARD/SWR TATORT: STAU gewinnt Deutschen FernsehKrimipreis 2018 Bild: SWR/Alexander Kluge
ARD/SWR TATORT: STAU gewinnt Deutschen FernsehKrimipreis 2018
Bild: SWR/Alexander Kluge
Ebenfalls einen Preis erhielt der SWR „Tatort – Stau“ mit den Kommissaren Thorsten Lannert und Sebastian Bootz. Den Tatort aus Stuttgart inszenierte Dietrich Brüggemann, gemeinsam mit Daniel Bickermann schrieb er auch das Drehbuch zu dem Kriminalfilm, in dem die Kommissare im Feierabendstau auf der Stuttgarter Weinsteige ermitteln und mit einem Querschnitt mehr oder weniger gestresster Großstadtbevölkerung konfrontiert werden. Der „Tatort – Stau“ ist eine Eigenproduktion des Südwestrundfunks und wurde im September 2017 im Ersten ausgestrahlt.
„Die Tatort-Folge Stau präsentiert innerhalb eines klassischen Krimiformats ein faszinierendes Figuren-Ensemble in einer ungewöhnlichen Geschichte, die den Zuschauer vom ersten Moment an in seinen Bann zieht,“ begründet die Jury ihre Entscheidung. „Im alltäglichen Setting des Staus entfaltet sich eine dramatische Ermittlung unter Zeitdruck zu einem unterhaltsamen und poetischen Kaleidoskop menschlicher Geschichten, die das Buch von Daniel Bickermann und Dietrich Brüggemann bis ins Detail authentisch und liebevoll zeichnet.“ Mit dem „Tatort – Stau“ gab Dietrich Brüggemann sein Tatort-Debüt und nutzte dabei das Alltagsphänomen Stau für einen Ensemblefilm mit Witz und Tragik im höchst bewegten Stillstand. Die Kamera führte Andreas Schäfauer, Schnitt Sabine Garscha und die Musik stammt von Dietrich Brüggemann selbst. Ausführende Produzentin war Franziska Specht, die Redaktion lag bei Brigitte Dithard.
Das Deutsche FernsehKrimi-Festival in Wiesbaden fand in diesem Jahr zum 14. Mal statt. Traditionsgemäß erhält das Filmteam des Hauptpreises 1000 Flaschen Wein.
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