Hard Sun – Dreiteilige Thriller-Serie von Neil Cross
Hard Sun: Sollen die geheimen Dateien über das bevorstehende Ende der Welt veröffentlicht oder dem MI5 zurückgegeben werden? Zwischen Detective Inspector Elaine Renko (Agyness Deyn) und Detective Chief Inspector Charlie Hicks (Jim Sturgess) entwickelt sich darüber ein handfester Streit. Bild: ZDF/ Hal Shinnie

Als sie im Fall eines ermordeten Computer-Hackers ermitteln, stoßen Detective Chief Inspector Charlie Hicks (Jim Sturgess) und seine neue Kollegin Detective Inspector Elaine Renko (Agyness Reyn) zufällig auf einen USB-Stick mit ominösen Dateien. Den Informationen zufolge existiert die Menschheit nur noch fünf Jahre, bis ein Ereignis, Codename „Hard Sun“, die Erde unbewohnbar machen wird. Der britische Geheimdienst will mit allen Mitteln verhindern, dass die Informationen an die Öffentlichkeit gelangen. Eine Jagd um Leben und Tod beginnt.

Wenn Neil Cross, das Mastermind hinter dem außergewöhnlich genialen, aber oft moralische Grenzen überschreitenden Ermittler John Luther, eine neue Thriller-Miniserie produziert, sind die Erwartungen entsprechend hoch. Denn welche Grenzen sind noch da, die er nicht schon mit „Luther“ ausgelotet hätte? Um es gleich vorweg zu nehmen: Cross gelingt es, mit „Hard Sun“, diese Erwartungshaltung sogar zu übertreffen.
Charlie Hicks (Jim Sturgess) und Elaine Renko (Agyness Deyn) sind zwei Ermittler, die gegensätzlicher nicht sein könnten, und werden doch durch äußere Umstände regelrecht aneinander gefesselt. Sie müssen gemeinsam ermitteln, aber stets auf der Hut davor sein, ob sie vom jeweils anderen nicht gerade hintergangen werden. Das ständige Wechselspiel von Vertrauen und Verachtung, angesiedelt vor einer – nur einem kleinen Kreis von Menschen bekannten – Apokalypse, die das Ende der Menschheit in gerade einmal fünf Jahren bedeutet, gepaart mit Action- und Thriller-Elementen, reißt die Zuschauer hinein in eine rasante Achterbahnfahrt. Es geht um weit mehr als zwei Polizisten, die ihren Weg finden müssen.

Die Grenzen von Recht und Moral beschäftigen Neil Cross immer wieder – ganz besonders in „Hard Sun“. Ist vor dem Hintergrund, dass wir in fünf Jahren alle sowieso tot sein werden, ein Mord hinzunehmen oder gar zu rechtfertigen? Haben die Menschen ein Recht darauf, vom bevorstehenden Ende der Welt zu erfahren? Oder ist es angesichts der zu erwartenden Anarchie besser, sie im Unklaren zu lassen? Vor diese und andere existenzielle Fragen stellt Cross seine Figuren immer wieder und schafft es so, seine Zuschauer nicht nur von der ersten bis zur letzten Sekunde zu fesseln, sondern sie auch mit ebendiesen Fragen zu konfrontieren und zu eigenen Gedankenspielen anzuregen: Was würde ich tun, wenn ich wüsste, dass es die Menschheit in fünf Jahren nicht mehr gibt?

Das ZDF zeigt „Hard Sun“ im Rahmen des Montagskinos vom 16. April an als Free-TV-Premiere in drei Teilen, die jeweils Spielfilmlänge haben. Für alle Fans von Originalfassungen gibt es neben der deutschen Synchronisation auch eine Fassung in englischer Sprache.
Alle drei Teile von „Hard Sun“ stehen bereits ab Montag, 9. April 2018, 22.15 Uhr, unter hardsun.zdf.de in der ZDFmediathek zum Abruf bereit, aus Gründen des Jugendschutzes jedoch nur in der Zeit von 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr.

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